Forschungsprojekt KUNST ÖFFENTLICHKEIT ZÜRICH | Projekte

Institut für Gegenwartskünste, Zürcher Hochschule der Künste ZHdK
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David Renggli, Projektentwurf Hardau

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Stillleben: Hemmschwellensalat

Projektvorschlag Nr.1, Bilder 1-5
- Anfänglich leichte Lesbarkeit der Bilder, welche sich auf den zweiten Blick dem Vertrauten entzieht, irritierend und zugleich inspirierend sein soll.
- Auf undidaktische Weise zum Nachdenken, ja sogar zum Grübeln anregt, jedoch ihre Geheimnisse nicht auf einer rationalen Ebene preis gibt.
- Angestrebt wird das emotionale Begreifen in einem diffusen Universum von angedeuteten Strukturen und Gesetzen, welche auf den kleinsten Nenner – gekürzt auf Gefühle, Muster und Rollenspiele des eigenen Ich – reduziert werden können.

- Die verschiedenen Symbole und Elemente der in der Hardau vertretenen Kulturkreise werden vermengt. Das Sich-Wiedererkennen der Betrachter und ihrer unterschiedlichen Hintergründe wird gewährleistet.

- Humorvolles Kommentieren und Einbeziehen der verschiedenen Skulpturen von Carl Bucher an Ort.

- Es werden Handlungsstränge angerissen, einige davon ausformuliert, andere lassen den Betrachter absichtlich ins Leere laufen, setzen ihn den Paradoxa aus.
Wie die folgende Iteration, Feedback:
Man betrachtet einen Zettel, auf dessen beiden Seiten die Botschaft steht: "Die Aussage auf der anderen Seite ist falsch".
Würde eine Aussage dieser Art in einen Computer eingegeben, so wird der Rechner hilflos zwischen wahr und nicht wahr herumstottern. Für eine Maschine führen iterative Paradoxa ins Chaos. Für Menschen sollen sie eine gegenteilige Wirkung haben, zur kreativen Einsicht, Erleuchtung führen. In mystischen Denksystemen wie dem Zen-Buddhismus sollen auf sich selbst rückkoppelnde Koans den Geist des Schülers derart in Schwingung versetzen, das die Voraussetzunge geschaffen werden, ihn wie eine Blase platzen zu lassen um einen völlig neuen Gesichtspunkt zu finden.

- Da die rein formale Referenz zur Werbung unbedingt vermieden werden muss, sollen die Bilder über einen weissen Rand, einen Passpartout verfügen.
Auf den von der APG verwendeten Metallrahmen der B12 Plaketwände wird verzichtet.


"Der Regenbogen oder das falsche Lachen" Eine Idee für den Sommer

Projektvorschlag Nr.2, Bild 6
- Die grundsätzliche Idee besteht aus dem Sonnenlicht und einer Sprinkleranlage. Diese ist auf der kleinen Wiese auf dem Hardau-Deck positioniert. Die Sprinkleranlage wird jeden Tag zweimal in Betrieb genommen. Dabei wird darauf geachtet, dass durch günstigen Lichteinfall der Sonne und dem zerstäubten Wasser ein Regenbogen entsteht. Die genauen Zeitpunkte werden im Sommer eruiert. Die Sprinkleranlage wird durch einen Timer in Gang gesetzt. Das Regenbogenphänomen jeweils von zwei verschiedenen Standpunkten aus betrachtet werden kann.

- Auf dem ersten Plakat wird in einem kurzen, auch für Kinder verständlichen Text beschrieben, wie ein Regenbogen entsteht: Was mit Licht und Wasser geschieht , dass das Licht sich bricht, etc.
Dies geschieht einfach und simpel wie in einer Folge von "Sendung mit der Maus".

- Auf der zweiten Plakatwand entsteht eine Liste der verschiedenen Bedeutungen des Regenbogens in den uns bekannten Kulturen: Etwa die Passage aus der Bibel mit der Arche Noah, ein Beschrieb des altertümlichen Gebrauchs des Halbkreises von seiner Entstehung bis heute.

- Auf dem Dritten und Letzten:

Das falsche Lachen.


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(c) Jules Spinatsch, Collection Nr. 118, CH 1999
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STADT
KUNST
22/07
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