Forschungsprojekt KUNST ÖFFENTLICHKEIT ZÜRICH | Projekte

Institut für Gegenwartskünste, Zürcher Hochschule der Künste ZHdK
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David Renggli, Projekt realisiert Hardau

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Plakat-Projekt #2: David Renggli
Mai und Juni 2005

Zigarettenstummel und Brotlaibe
Nach dem "Geheimnis der Hardau", das von den "Heissen Hardauerli mit Brot und Senf" flankiert wurde, ist von Mai bis Juni 2005 das zweite der Plakat-Projekt von David Renggli zu sehen, welche die vorhandene Umgebung neu ordnen. Aus hölzernen Gerätschaften, Gefässen und seltsamen Mitbringseln, die in den meisten Wohnungen zu finden sind, baut er Stillleben auf. Ihre Farbpalette sind im engen Rahmen von braun zu gelblich-beige gefasst. Auch das Brot, das darin in allen möglichen Formen und Zuständen auftaucht, fügt sich in das monochrome Alphabet. Dieser Fundus nun bildet den Grundstock, mit dem David Renggli die inneren Strukturen der Gesellschaft beschreibt, um dann mit unerwartet kreativen Einsichten auf die Aussenwelt aufwarten. So erscheint etwa der grosse Brunnen von Carl Bucher als gerahmte Fotografie, als wäre er eine Erinnerung aus früheren Tagen. Davor stehen zerdrückte Zigarettenstummel auf einen Teller, die das Kunstwerk mit sicherem Witz neu inszenieren. Ein zweiter Hardau-Brunnen findet sich in Kartoffel geschnitzt wieder, wobei diese sich auch als Variante auf das täglichen Brots ausgibt. Das Plakat beim Primarschulhaus verwandelt das Material Brot gar in magische Kindheitserinnerungen. Ein angeschnittener Laib und einige Hot-Dog-Sandwiches formen eine Kreatur, die uns an frühere Zeiten erinnert. Sie rührt uns an, weil sie, allen Veränderungen zum Trotz, in immer wieder anderen Kinderhänden gezeichnet wird. Zugleich verneigt sich das Plakat auch vor seinem Vorgänger, den "Heissen Hardauerli mit Brot und Senf" (Christoph Hänsli), an das es direkt anschliesst. So setzt David Renggli in den Fotografien für die Hardau seine Methodik fort, das Gleichzeitige und Ungleichzeitige der zeitgenössischen Kultur, ihre Brüche und unerwartet nahtlosen Übergänge, ins Bild zu setzen. Im Gesamtarrangement seiner Landschaften wiegen sich die Zeichen des Zwanghaften und Ungebundenen schliesslich auf, oder scheinen sich sogar gegenseitig zu bedingen.

Publikumsplakat
Ein Exzerpt→ der künstlerischen Idee wird zusätzlich auf einem Plakat in Weltformat gedruckt und steht den HardauerInnen gratis, externen BesucherInnen für Fr. 10.-- zur Verfügung. Zu beziehen:
Zentrum Hardau, Bullingerstrasse 63, 8004 Zürich. Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch und Freitag 15-17 Uhr, Donnerstag 15-19 Uhr.


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(c) Cat Tuong Nguyen, Underground 2004
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STADT
KUNST
23/01
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