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KUNST ÖFFENTLICHKEIT ZÜRICH | Grundlagen | Kunst Öffentlichkeit Zürich  
Forschungsprojekt KUNST ÖFFENTLICHKEIT ZÜRICH | Grundlagen

Institut für Gegenwartskünste, Zürcher Hochschule der Künste ZHdK
Hafnerstrasse 39, Postfach, CH-8031 Zürich, Tel +41 (0)43 446 61 01
Tagung
KUNST ÖFFENTLICHKEIT ZÜRICH
17. und 18. November 2005, Kunsthalle Zürich

Im Rahmen des Forschungsprojekts «Kunst Öffentlichkeit Zürich» findet Mitte November 2005 eine Tagung statt mit internationalen Referentinnen und Referenten aus den Bereichen Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Der erste Teil der Veranstaltung widmet sich – in übernationaler Perspektive – dem politischen Potenzial von Kunst in der Gesellschaft, während der zweite Teil die spezifischen und pragmatischen Bedürfnisse der Stadt Zürich thematisiert. Flyer→PDF→

Eine Anmeldung für die Tagung ist nicht erforderlich. Fragen sind an info@stadtkunst.ch zu richten.

Donnerstag, 17. November 2005
Abendprogramm in der Kunsthalle Zürich
Die Frage, was genau «Öffentlichkeit» sei und welche Funktion sie in den westlichen Demokratien einnehme, ist zentral für die Gesellschaftstheorie seit den 1960er Jahren bis zur Postmoderne und darüber hinaus. Die Vorstellung von Öffentlichkeit als Forum gesellschaftlicher Konfliktaustragung bildet bis heute den identitären Kern der Demokratien in Europa und den USA. Allerdings ist der warenförmige Charakter der Kultur in den vergangenen Jahrzehnten derart radikalisiert worden, dass heute nicht nur die Politik selber als Kultur erscheint, sondern auch in der Lebenswelt jede noch so private Lebensäusserung ästhetisiert und in den semiotischen Kosmos von gesellschaftlichen Zeichenbeziehungen eingespeist wird – mit der Folge der Ent-Öffentlichung der Privatsphäre sowie der Partikularisierung der Demokratie. Aus der postmodernen Konzeptualisierung von Öffentlichkeit im Plural resultiert ein Grundwiderspruch, der heute auch das Verhältnis zwischen Kunst und Gesellschaft prägt: Die im Prozess der Globalisierung immer brutaler werdende kapitalistische Gesellschaft schmückt sich mit immer kritischer werdenden Mikro-Öffentlichkeiten, wovon eine hochgradig symbolische die bildende Kunst ist. Auf die Anschläge von New York, Madrid und London reagieren die Demokratien des Westens mit Beschränkung und Ausserkraftsetzung von Bürgerrechten, mit Sicherheitsgesetzen und Kritikverbot, was fatale Folgen für die Debattierkultur hat. Die Öffentlichkeit wird nun in einer spezifischen Weise adressiert – als bedrohte Gemeinschaft, nicht als offene Gesellschaft. Am ersten Tag der Tagung soll die Frage gestellt werden, inwieweit die Kunst durch die Mobilisierung kritischer Inhalte dazu beitragen kann, die Vorstellung von Öffentlichkeit als Forum gesellschaftlicher Konfliktaustragung zu stärken.
18.30Uhr
Einführung von Christoph Schenker und Marius Babias.
«Öffentlichkeit und Konfliktmanagement», Vortrag von Oliver Marchart, Philosoph, Institut für Medienwissenschaft, Universität Basel.
«Die Kunst des Handelns», Vortrag von Hito Steyerl, Filmemacherin, Prof. Goldsmith’s College London.
20.30 Uhr
«Kunst und Demokratieverlust», Podiumsdiskussion mit Ursula Biemann, Künstlerin und Kuratorin, Zürich, Beatrice von Bismarck, Prof. Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Kuratorin Kunstraum der Universität Lüneburg, Martin Heller, Kulturunternehmer, Heller Enterprises, Zürich.
Moderation: Boris Buden, Philosoph und Publizist, Berlin.


Freitag, 18. November 2005
Tagesprogramm
Das Tagesprogramm bietet Gelegenheit, die an den Abendveranstaltungen aufgeworfenen Themen der Tagung „Kunst Öffentlichkeit Zürich“ gemeinsam mit den Referentinnen und Referenten, Podiumsteilnehmerinnen, Künstlerinnen sowie den Vertretern der Stadt Zürich zu vertiefen. Die Diskussionsplattform ist öffentlich und findet in Form von drei Kolloquien statt, die jeweils eineinhalb Stunden dauern.
 
10.30 bis 12 Uhr
Kolloquium 1: «Öffentlichkeit und Konfliktmanagement», mit Oliver Marchart und Hito Steyerl.
13.00 bis 14.30 Uhr
Kolloquium 2: «Kunst und Demokratieverlust», mit Beatrice von Bismarck und Marius Babias.
15.00 bis 16.30 Uhr
Kolloquium 3: «Stadtkunst Zürich», mit Peter Ess, Direktor Amt für Hochbauten, Stadt Zürich, Jean-Pierre Hoby, Direktor Kulturförderung, Stadt Zürich, Bessie Nager, Künstlerin, Zürich, und Christoph Schenker, Leiter Forschungsprojekt «Kunst Öffentlichkeit Zürich».

Die Kolloquien werden an der Hochschule für Gestaltung und Kunst, Ausstellungsstrasse 60, 8004 Zürich, 5. OG, Raum 504 abgehalten.
 

Freitag, 18. November 2005
Abendprogramm in der Kunsthalle Zürich

Vor zwanzig Jahren fand in Zürich die Debatte um den Cube statt, um jene minimalistische Plastik von Sol LeWitt, die der Stadt von der Walter-A.-Bechtler-Stiftung offeriert worden war. Der damalige Stadtrat lehnte das Geschenk ab. Seither wurde auf öffentlichem Grund der Stadt Zürich kein Kunstwerk von vergleichbarer Bedeutung realisiert. Seit 1994 wurden jedoch mehrere Symposien veranstaltet, die sich sowohl dem öffentlichen Raum Zürichs als auch der Kunst im öffentlichen Raum widmeten. Ebenso fanden über die Jahre teils Aufsehen erregende Aktionen statt, und dennoch hat sich in Sachen öffentlicher Kunst in Zürich nichts Entscheidendes bewegt. Zürich zählt wirtschaftlich zu den Global Cities, ist weltweit eine der reichsten Städte, verfügt über bedeutende Hochschulen, ist ein Machtzentrum der Schweizer Medien, und ihre Kunstszene geniesst internationales Renommee. Was kann Gegenwartskunst einer Stadt bedeuten, die sich durch den höchsten Lebensstandard der Welt auszeichnet? Braucht eine Gesellschaft, in der alle Lebensbereiche bis ins Letzte durchgestaltet sind, überhaupt eine Kunst des Öffentlichen? Man kann die Ansicht vertreten, dass Zürich sich eine innovative und kritische Kunst nicht nur leisten kann, sondern dass sie der Kritik und Imagination auch bedarf. Daran schliesst sich die wichtige Frage an, wie Kunst nicht nur ästhetisch relevant, sondern auch für die Bevölkerung hier und jetzt von Bedeutung sein kann. Was könnte Kunst zum Leben einer Stadt beitragen? Bei der Beantwortung der Frage, welche Kunst von wem beansprucht und wem zugemutet wird, scheiden sich die Meinungen der Politiker, der Bevölkerung, der Donatoren und der Künstler.
18.30 Uhr
Einführung von Marius Babias und Christoph Schenker.
«Zürichs Verspätung», Vortrag von Philip Ursprung, Professor Kunsthistorisches Institut, Universität Zürich.
20.00 Uhr
«Welche Kunst will die Öffentlichkeit», Podiumsdiskussion mit Jean-Christophe Ammann, ehemaliger Leiter Kunstmuseum Luzern, Kunsthalle Basel und Museum für Moderne Kunst Frankfurt/Main, Prof. Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt/Main, Daniel Robert Hunziker, Künstler, Zürich,  Anne Keller, Head Brand Communications & Public Affairs, Swiss Re, Zürich, Martin Waser, Stadtrat Zürich, Ingrid Wildi, Künstlerin, Genf.
Moderation: Gabriela Christen, Kulturredaktorin Schweizer Radio DRS, Zürich.

Veranstaltungsorte: Kunsthalle Zürich, Limmatstrasse 270, 8005 Zürich.
Hochschule für Gestaltung und Kunst, Ausstellungsstrasse 60, 8004 Zürich, 5. OG, Raum 504.
Konzeption: Marius Babias, Kunsttheoretiker und freier Kurator, Berlin, und Christoph Schenker, Leiter Institut Medien & Kunst, Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich.
Organisation: Kunst Öffentlichkeit Zürich
Trägerschaft: Stadt Zürich, Forschungsprojekt «Kunst Öffentlichkeit Zürich» (Institut Medien & Kunst, HGK Zürich) und Kunsthalle Zürich. Das Forschungsprojekt «Kunst Öffentlichkeit Zürich» wird unterstützt von der Kommission für Technologie und Innovation des Bundes.



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(c) Gerwald Rockenschaub, Ohne Titel (Zrcher Stadtansichten), 1994, Inkjet-Print auf Aluminium, 53,5 x 80 cm
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Das Projekt widmet sich der Kunst in den öffentlichen Sphären der Stadt Zürich.
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