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WIEDERAUFNAHME DER VIDEOINSTALLATION
«ÜBERTRAGUNG» VON HARUN FAROCKI

Der Videofilm von Harun Farocki wird ab sofort auf dem Limmatplatz wieder gezeigt. Aufgrund eines Schadenfalls musste die Installation umfassend repariert werden.


Im Rahmen des Forschungsprojekts «Kunst Öffentlichkeit Zürich» hat der deutsche Filmemacher Harun Farocki eigens für Zürich einen 43-minütigen Videofilm realisiert, welcher nun während eines Jahres jeweils zu den Tramfahrtzeiten auf dem Limmatplatz (Tramhaltestelle) gezeigt wird. Die Realisierung des Werks wurde von der Schwyzer-Winiker Stiftung finanziert, die Präsentation von der VBZ ermöglicht.

Mit dem Videofilm «Übertragung» setzt Harun Farocki den Waren- und Geldfetischismus sowie die säkularen, historischen Bräuche des calvinistisch-zwinglianisch geprägten Zürich einem internationalen Kulturvergleich aus. Die Videoarbeit beschäftigt sich mit ritualisierten Gesten: Sie dokumentiert Verhaltensformen und insbesondere Handbewegungen, mit denen Menschen Erinnerungsorten, Mahnmalen und einfachen Standbildern begegnen. Allen diesen Ritualen, ob sie beiläufigen, alltäglichen oder sakralen Charakter haben, ist gemein, dass sie Unberührbares zu berühren, Geistiges physisch anzueignen, Unbegreifliches greifbar zu machen suchen.

Harun Farocki, 1944 in Nový Jicin (Neutitschein, Tschechien) geboren, zählt zu den bedeutendsten Essay- und Dokumentarfilm-Autoren der Gegenwart. Er lebt in Berlin.
Das Projekt «Kunst Öffentlichkeit Zürich» ist ein Forschungsprojekt des Instituts für Gegenwartskünste ZHdK in Kooperation mit der Stadt Zürich und mit Unterstützung der Förderagentur für Innovation KTI/CTI.

Zum Zürcher Projekt von Harun Farocki: Auszug aus der Publikation «Kunst und Öffentlichkeit. Kritische Praxis der Kunst im Stadtraum Zürich» PDF-Dokument, 2 MB→


stadtkunst.ch→ ist eine Plattform des Forschungsprojekts Kunst Öffentlichkeit Zürich.
Das Projekt widmet sich der Kunst in den öffentlichen Sphären der Stadt Zürich.

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